In der globalisierten Wirtschaft wird oft übersehen, wie nahe (und auch günstig) Ressourcen verfügbar sind.
Ein Pongauer Attacie hat sich heuer aufgemacht, um beispielhaft für die lokal vorhandenen Ressourcen die in der Region reichlich vorhandenen aber nicht (mehr) genutzen Kirschen zu verkaufen. Für kommendes Jahr ist angedacht, eine solche Aktion auf breitere Basis zu stellen. Ein kurzer Erfahrungsbericht.
"Letzten Sommer bemerkte ich wieviele Kirschbäume sich eigentlich in meiner Heimat- Region befinden, die überhaupt nicht oder nur teilweise abgeerntet werden. Gleichzeitig stellte ich fest, dass heimische Kirschen im Supermarkt nicht angeboten werden, sondern aus Ländern wie Ungarn und der Türkei kommen, also schon hunderte Transportkilometer hinter sich haben, während sie auf unseren Bäumen verfaulen.
So entstand die Idee diese köstliche heimische Ressource zu nutzen, indem motivierte und benannten Entwicklungen kritisch gegenüberstehende Menschen die Kirschen pflücken und sie dann auf öffentlichen Plätzen verkaufen.
So nahm ich im Juni Kontakt mit zwei Bauern auf, auf deren Grund sich zahlreiche Kirschbäume befinden und beide zeigten sich sehr kooperativ. Sie wiesen mich aber auch darauf hin, dass keine sehr gute Ernte zu erwarten und überhaupt die "große Kirschzeit" vorbei sei.
Die dadurch etwas gedämpfte Motivation legte sich bald als ich zum ersten Mal ans Werk ging und sehr positiv überrascht von meiner Ernte war.
Am nächsten Tag verkaufte ich auch erstmals diese Kirschen am St. Veiter Marktplatz, was trotz geringer Frequenz ganz gut angenommen wurde. Außerdem versorgte ich in den folgenden Tagen das Kollegium meiner Eltern (VS St.Veit und VS Schwarzach) und den Schwarzacher Bauernmarkt.
Insgesmat habe ich so etwa 50 kg Kirschen verkauft und auch ca. 20 kg selbst verarbeitet bzw. verschenkt.
Ich bin jetzt schon motiviert für die nächste Kirschsaison, für die wir (ATTAC- Pongau) planen diese Idee auszubauen und vielleicht ein "Kirschfest" zu organisieren, um den Wert der "Pongauer Kirsche", die sich bis vor einigen Jahren in der Region größter Beliebtheit erfreute und auch für die Bauern eine beachtlich Einnahmequelle darstellte, wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung zu führen."