Europäische Zivilgesellschaft vernetzt sich gegen Finanz-,Wirtschafts- und Umweltkrise
1) Europäische Zivilgesellschaft vernetzt sich gegen Finanz-,Wirtschafts- und Umweltkrise 2) Kongress Solidarische Ökonomie 3) Attac-Graz startet neu 4) US-Regierung nimmt bereits 8,5 Billionen Dollar in die Hand 5) Leben für 10% der britischen Jugendlichen nicht lebenswert 6) Hungerrekord in den USA
Aktuelle Termine und Veranstaltungshinweise am Ende dieses Newsletters.
Liebe Attacs!
1) EUROPÄISCHE ZIVILGESELLSCHAFT VERNETZT SICH GEGEN FINANZ-, WIRTSCHAFTS- UND UMWELTKRISE
Gemeinsam mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen BündnispartnerInnen wird das globalisierungskritische Netzwerk Attac die Konferenz der G20 am 2. April in London zum Kristallisationspunkt für eine europaweite Mobilisierung machen. Dies haben 150 Vertreterinnen und Vertreter von sozialen Bewegungen, Gewerkschaften, Umwelt-, Entwicklungs-, Frauen- und anderen Nichtregierungsorganisationen aus 25 Ländern beschlossen, die am vergangenen Wochenende in Paris zusammenkamen, um sich miteinander gegen die Finanz- Wirtschafts- und Umweltkrise zu vernetzen. Vertreten waren bei dem Treffen unter anderem Attac, Friends of the Earth Europa, Oxfam, Verdi und die italienische Gewerkschaft CGIL.
"Die Zusammenkunft in Paris war der erfolgreiche Start für den weiteren Prozess der Vernetzung, der Kooperation und Mobilisierung der europäischen Zivilgesellschaft", sagt Attac-Obfrau Alexandra Strickner. In ihrer gemeinsamen Pariser Erklärung mit dem Titel "Wir zahlen nicht für eure Krisen! - Zeit für die Wende!" rufen die KonferenzteilnehmerInnen sämtliche sozialen Bewegungen in Europa auf, sich am Prozess des Wandels zu beteiligen.
Für den 28. März, das Wochenende vor dem G20-Treffen, ist ein internationaler Aktionstag geplant, bei dem emanzipatorische Alternativen zur Krise sichtbar gemacht werden sollen. Das Treffen in Paris unterstützt auch die große Massendemonstration, die von den britischen Gewerkschaften und einem breiten Bündnis von Nichtregierungsorganisationen für den 28. März in London organisiert wird.
Die Pariser Erklärung im Internet:
> www.attac.de/fileadmin/user_upload/bundesebene/Pressegruppe/ Pariser_Erklaerung__11_Jan_09.pdf
2) KONGRESS SOLIDARISCHE ÖKONOMIE
Gemeinsam mit der Kritik an der neoliberalen Globalisierung entstanden in den vergangenen Jahrzehnten insbesondere in Lateinamerika, aber auch anderswo, vielfältige Projekte solidarischer Ökonomie. Von Genossenschaften, selbstverwalteten Betrieben, interkulturellen Gärten bis zu Open Source und Freier Software gibt es auch in Europa eine große Bandbreite alternativer Wirtschaftsformen. Vor zwei Jahren fand in Berlin ein überaus erfolgreicher Kongress mit dem Titel "Solidarische Ökonomie im globalisierten Kapitalismus" statt.
Vom 20. bis 22.Februar setzt die Bewegung nun auch in Wien einen Auftakt. Bereits über 100 Workshops, Filme, Vorträge usw. wurden angemeldet.
Attac beteiligt sich mit fünf Workshops zu den Themen Öffentliche Dienste, feministische Ökonomie, Gesundheit für alle und Ernäherungsouveränität, sowie mit einem Beitrag der deutschen Bundes-Ag speziell zu Aktivitäten rund um den Begriff Solidarische Ökonomie.
Mehr Infos: www.attac.at/sol-oekonomie09.html Anmeldung: www.solidarische-oekonomie.at
3) ATTAC-GRAZ STARTET NEU
Am Freitag, dem 14 Jänner, treffen sich 23 interessierte, engagierte Menschen im Welthaus Graz. In 4 Stunden wird vieles möglich. Nachdem uns sehr anschaulich vor Augen geführt wird, dass globale Probleme uns alle betreffen, wir von einander abhängig sind und nur unser kooperatives Verhalten zu einer Lösung führen kann, wird der Wunsch sich aktiv einzubringen noch größer. Finanzkrise, Arbeitslosigkeit, Migration, Globalisierung, Ungerechtigkeit, Bewusstseinsbildung, Gesellschaftskritik, dass sind Anknüpfungspunkte an Attac – wir wollen nicht mehr nur zuschauen, wir wollen aktiv werden. Was wir uns von Attac erwarten: ein Netzwerk, theoretischen Input, Menschen die sich engagieren, Energie, Diskussionen, Gleichgesinnte und was wir bei Attac einbringen können: Wissen aus unterschiedlichsten Bereichen, Engagement, Aktionismus, Erfahrungen mit NGOs und der EZA und Organisationsfähigkeit. So findet jeder/jede schnell einen Platz in unserer neu organisierten Gruppe. Öffentliche Termine sind unmittelbare Möglichkeiten sich sofort einzubringen und nach außen präsent zu sein, internes Interesse und Wissen sind Grund um Diskussionsforen zu bilden. Wir haben es geschafft! Es gibt bei Attac Graz nun eine Aktionsgruppe, einen Lesekreis, Inhaltsgruppen zu den Themen Wachstumskritik und Schule (Bildungsarbeit) und ein Infostandteam, sowie ein monatliches Plenum-Treffen. Ein großes DANKE geht an die hervorragende Moderation von Wolfgang Kubassa www.outdoorwolf.at, der uns in dieser kurzen Zeit koordinierte und organisierte. Auf ein schönes gemeinsames Tun – Elisabeth Feiner – Attac Graz Kontakt: graz@attac.at
4) KRISE US-REGIERUNG NIMMT BEREITS 8,5 BILLIONEN US-DOLLAR IN DIE HAND
Gerade wurde in den USA über das erste Rettungspaket von 700 Milliarden US-Dollar noch heiß diskutiert. Nun belaufen sich die Gelder, welche die US-Regierung bewegt, bereits auf 8.500 Milliarden US-Dollar oder 60% des BIP, wenn man alle staatlichen Zusagen zusammenrechnet. Das geplante Konjunkturprogramm im Ausmaß von 775 Milliarden US-Dollar ist darin noch gar nicht enthalten. (Zum Vergleich: Die 100 Milliarden Euro, welche das Bankenrettungspaket ausmachen, sind rund 40% des österreichischen BIP.) (Bloomberg/Format, 9. Jänner 2009)
5) LEBEN FÜR 10% DER BRITISCHEN JUGENDLICHEN NICHT LEBENSWERT
10% der britischen Jugendlichen halten das eigene Leben für „nicht lebenswert“. Bei den Jugendlichen, die weder in Ausbildung noch in Beschäftigung sind, sind es sogar 17%. 12 (21%) erachten es für „bedeutungslos“ und 14 (27%) meinen, es habe „kein Ziel“. Es wurden 1.000 Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren von Prince´s Trust befragt. (Die Presse, 12. Jänner 2009)
6) HUNGERREKORD IN DEN USA
Die Zahl der EmpfängerInnen staatlicher Lebensmittelhilfe, so genannter „food stamps“ hat in den USA Ende 2008 mit 31,5 Millionen einen historischen Rekord seit dem Beginn des Programms 1961 erreicht. Das sind 10,3 Prozent der US-Bevölkerung (305 Millionen). Im Bundesstaat Maryland hat sich die Zahl der HilfsempfängerInnen in den letzten fünf Jahren verdoppelt. Die Zahl der karitativen Lebensmittelausgabestellen und Suppenküchen im gesamten Bundesgebiet hat 40.000 erreicht. (Süddeutsche Zeitung, 10. Januar 2009)
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Attac Forderungen für stabile Finanzmärkte unterstützen!
www.attac.at/4forderungen.html
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Radio Orange 94.0 - Kabel: 92.7 - Mo., 20.00-20.30 radioFRO 105.0, Linz - Di., 19.00-20.00 Freies Radio Salzkammergut - Di., 10:00 Uhr und jew. 2./4. Donnerstag im Monat, 19.00 -19.30 Radio AGORA 105.5, Klagenfurt - Mi., 19.00-19.30 Radiofabrik 107.5, Salzburg - Mo., 18.00-18.30 FREIRAD 105.9, Innsbruck - Do., 11:06 - 11:36 Radio Helsinki 92.6, Graz - Do., 17.00-17.30 Radio Proton, Vbg. - Di., 21.30 - 22.00 Polyradio, Mittelwelle 1475, oesterreichweit LORA, freies Radio Zürich - Fr., 12.00 - 13.00 Radio Unerhört, Marburg/Deutschland Radio Corax, Halle/Deutschland coloradio Dresden/Deutschland
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Mo., 19. Januar 19:00 : ATTAC Regionalgruppentreffen (Wels) Mo., 19. Januar 19:45 : "Let's make MONEY" - Vom Segen und Fluch des Finanzmarktsystems (Mödling) Di., 20. Januar 20:00 : Radio attac tirol (Innsbruck) Di., 20. Januar 20:00 : Die globale Finanzkrise (Traun) Mi., 21. Januar 18:00 : Vernetzungstreffen (Innsbruck ) Do., 22. Januar 19:00 : offenes Plenum Wien (Wien, Brigittenau) Fr., 23. Januar 15:00 : 51. Treffen Grundeinkommen (=15. RTG) (Wien) Fr., 23. Januar 18:30 : "Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Systemkrise … und (k)ein Ausweg?!“ (Wien) So., 25. Januar 20:00 : DEMOKRATIE die SHOW (Graz) Di., 27. Januar 19:00 : 4. FeministAttac-Treffen (Wien 1050)
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Mo., 19. Januar 19:00 ATTAC Regionalgruppentreffen
Ort: Wels Adresse: Treffpunkt mensch & arbeit Wels Carl Blum Str. 3
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Mo., 19. Januar 19:45 "Let's make MONEY" - Vom Segen und Fluch des Finanzmarktsystems Diskussionsveranstaltung in Mödling Ort: Mödling Adresse: Pfarrheim hinter der Spitalskirche, Elisabethstrasse 28 Veranstaltet von: Ökumenischer Arbeitskreis der Mödlinger Pfarren und ATTAC-Gruppe Mödling/Guntramsdorf.
Was ist falsch gelaufen im globalen Finanzsystem? Ist durch die Finanzhilfe der Staaten die Sache wieder in Ordnung oder muss das Finanzsystem grundlegend verändert werden? Sind wir Bürger den Krisen ohnmächtig ausgeliefert? Wie können wir handeln, um zu mehr Gerechtigkeit beizutragen?
Referenten: Christian Schoder, ATTAC-Finanzmarktgruppe und Mag. Wolfgang Pinner, Erste-Sparinvest/ Sustainable Investments
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Di., 20. Januar 20:00 bis Di., 20. Januar 21:00 Radio attac tirol Sendungsthema: Buchvorstellung von 'Crash statt Cash' hrsg. von attac Österreich Ort: Innsbruck Adresse: Radio Freirad, 105.9 MHz, Innsbruck und Umgebung Veranstaltet von: Attac Tirol (tirol@attac.at)
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Di., 20. Januar 20:00 Die globale Finanzkrise Wer stürzt uns hinein? Was holt uns heraus? Ort: Traun Adresse: Schloss Traun Veranstaltet von: Die Grünen Traun
öffentlicher Vortrag und Diskussion mit Christian Felber
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Mi., 21. Januar 18:00 Vernetzungstreffen Raus aus der Krise statt rein in die nächste – wie können wir systemische Ort: Innsbruck Adresse: Zukunftszentrum Tirol, Universitätsstraße 15a, Innsbruck Veranstaltet von: attac Tirol, Zukunftszentrum Tirol
Raus aus der Krise und rein in die nächste? Wie kann die Krise sozial und ökologisch vertretbar bewältigt werden?
Einladung zum Vernetzungstreffen
Attac Tirol
Wir stehen am Anfang einer Krise, die durch den Crash der Finanzmärkte ausgelöst wurde. Die Arbeitslosigkeit steigt und wird im nächsten Jahr weiter anwachsen und die Rettung der Finanzinstitute verschlingt Unsummen an Steuergeldern. Es ist zu befürchten dass an Umwelt, Sozialem, Entwicklung und Bildung gespart wird. Trotzdem ist die Krise aber auch eine Chance, denn viele PolitikerInnen und BürgerInnen sind aufgeschlossen für Alternativen. Wir möchten zusammen darauf hinarbeiten, dass in dieser entscheidenden Phase die richtige Richtung eingeschlagen wird. Daher möchten wir VertreterInnen von Organisationen, Vereinen, Gewerkschaften zu einem Vernetzungstreffen einladen. Bei dem Treffen wollen wir diskutieren, was wir vor Ort tun können.
*Termin: Mittwoch, 21. Januar um 18.00 Uhr *Ort: Zukunftszentrum Tirol *Universitätsstraße 15a
Vorschlag für Tagesordnungspunkte: - Gemeinsame Forderungen und Positionen (Z.B. Positionspapier, Workshop oder Veranstaltungen) - Gibt es Möglichkeiten zusammen Aufklärungs- und Bildungsarbeit zu betreiben? - Andere Aktionsformen - Öffentlichkeitsarbeit - Aktivitäten anlässlich des Weltwirtschaftsgipfels im London am 2. April 2009 - Aktivitäten zum 1. Mai
Wir würden uns über eine kurze Rückmeldung freuen, ob sie/ihr an dem Treffen teilnehmt.
Mit freundlichen Grüßen
Silke Ötsch für Attac Tirol silke.oetsch@attac.de Tel. 0512-277401 (abends) 0512-5076809 (tagsüber)
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Do., 22. Januar 19:00 offenes Plenum Wien für InteressentInnen und alle attacies Ort: Wien, Brigittenau Adresse: Cafe "CaRioca" Wasnergasse 17 1200 Wien Veranstaltet von: attac österreich, agrarattac
offen - für jedeNPlenum - mit Mitspracherecht Wien - wo wir leben heutiges Thema: "Klimakrise" agrarattac wird zum Thema ein Eintiegsreferat halten, unterstützt von einer Sprecherin von Global2000 und/oder Greenpeace (angefragt). Da 2009 auch das Nachfolgeprotokoll von Kyoto vereinbart werden soll und bisher schon der Weg nicht oder in die falsche Richtung führte, wird dies für viele NGOs ein Schwerpunktthema sein. Spätestens bei den Verhandlungen in Kopenhagen wird es dann auch konkrete Alternativvarianten bzw. Proteste geben müssen - wenn wir das Thema ernst nehmen wollen.Nach den Inputs werden die Anwesenden sich wieder vorstellen können, das Thema in Kleingruppen diskutieren und Kontakte zu den anwesenden IGs knüpfen können. Essen: Lassagne von Mike (vegetarisch)Party: Im Anschluss im "Frame"/ Wallensteinplatz. Auf zahlreiche TeilnehmerInnen freut sich wieder der Koch MPS: die zuletzt gewünschten DVDs werden dort bereitliegen.
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Fr., 23. Januar 15:00 bis Fr., 23. Januar 19:00 51. Treffen Grundeinkommen (=15. RTG)
Ort: Wien
Thema: Statusbericht Termin: Freitag, 23. Jänner 2009, 15 - 19 Uhr Ort: Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien
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Fr., 23. Januar 18:30 "Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Systemkrise … und (k)ein Ausweg?!“ Interreligiöses und überkonfessionelles Rundgespräch Ort: Wien Adresse: IBIKUZ Österreich, Laudongasse 56/1, 1080 Wien Veranstaltet von: Islamische Bildungs- und Kulturzentrum
Impulsreferate: - Christian Felber, freier Publizist und Autor - Fery Berger, Christlicher Theologe, "Solidarregion Weiz" - Muhammad Waldmann, Islamischer Theologe, IBIKUZ Danach offene Publikumsdiskussion
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So., 25. Januar 20:00 DEMOKRATIE die SHOW mit Manu Stangl und Michael Ostrowski Ort: Graz Adresse: Schauspielhaus Graz
Teil 2: Nicht ins Dunkel - Leben mit der Krise Gäste: - Christian Felber, Buchautor - Michael Lehofer, Psychologe - Markus Mair, Generaldirektor Raiffeisenlandesbank
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Di., 27. Januar 19:00 4. FeministAttac-Treffen
Ort: Wien 1050
Wir treffen einander im Attac-Büro in Wien 1050, Margaretenstr. 166/3.Stock. Inhalt wird der Einblick in Themen der feministischen Ökonomie sein.
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Soweit, eine schöne Woche Euer Attac-Team
Weitere Infos:
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