Konferenz über Auswirkungen des totalitären Freihandelsregimes, die laufende Verhandlungsrunde der Welthandelsorganisation WTO und Aktionsplanung:
30. September bis 02. Oktober 2005 in Stuttgart
Weltweit kämpfen immer mehr Menschen darum, ihren Lebensunterhalt in einer menschenwürdigen Weise erwerben zu können.
Das Kürzel „WTO“ (Welthandels-organisation) steht für ein internationales Regelwerk der globalisierten Weltwirtschaft, das den Menschen das "Wirtschaften" immer schwerer macht, während es international tätigen Unternehmen ermöglicht, größtmöglichen Vorteil aus Standortunterschieden zu ziehen.
In diesem Jahr stehen brisante Entscheidungen beim Allgemeinen Rat der WTO in Genf am 19.-20.Oktober und bei der 6. WTO-Ministerkonferenz in Hongkong am 13.-18.Dezember an.
Die vorliegenden Verhandlungsvorschläge lassen weitere Zerstörungen der Volkswirtschaften in ärmeren Ländern und eine drastische Verschärfung der globalen Standortkonkurrenz befürchten. Wichtige Belange wie Umweltschutz, Sozialsysteme, Verbraucherschutz, öffentliche Daseinsvorsorge, aber auch Ernährungssouveränität und ökologische Landwirtschaft stehen auf dem Spiel.
Eine der treibenden Kräfte dabei ist die das EU-Kommissariat für Handel, das bei der WTO die Interessen europäischer Konzerne durchdrückt. Diese Politik wird von den EU-Mitgliedsländern - auch von der deutschen und österreichischen Bundesregierung - unterstützt.
„WTO“ steht aber auch für erfolgreichen globalen Widerstand, weltweite Solidarität und die gemeinsame Arbeit an einer besseren Welt. Zweimal - 1999 in Seattle und 2003 in Cancun - ist es gelungen die WTO zu stoppen und dadurch eine Erweiterung ihrer Kompetenzen zu verhindern. Durch die Auseinander-setzung mit dem lebensfeindlichen Regelwerk der WTO haben sich internationale Netzwerke gebildet und es ist eine fruchtbare Diskussion über Alternativen für eine solidarische und ökologische Weltwirtschaft entstanden.
Attac-Österreich, -Schweiz und Deutschland laden gemeinsam mit weiteren Organisationen zu dieser Konferenz ein, um Bilanz nach 10 Jahren WTO zu ziehen, die aktuellen Entwicklungen zu studieren und um den gemeinsamen Widerstand und den Einsatz für Alternativen bei den kommenden entscheidenden WTO-Sitzungen zu organisieren. Im Zentrum soll dabei voraussichtlich das Thema Arbeit und Leben in Würde stehen.
Attac Österreich, Attac Schweiz, Attac Deutschland, Forum 3, Initiative Colibri, ver.di Bezirk Stuttgart
Weitere Informationen unter:
www.attac.de/wto/hongkong-konferenz.html
> Konferenz Flyer zum download
und bei
Franziskus Forster, franziskus.forster@attac.at
Carol Bergin, Tel: 07071/52517, Carol.Bergin@t-online.de